29. Januar 2007 um 16:34 von mac
Trotz des Dauerregens schaffe ich es um 21.30 ins nbi und wundere mich über das Schild an der Kasse: „6 / 7 Euro“. Man erklärt mir, ich kann zahlen was ich für richtig halte und 6 Euro ist Pflicht. Dieses Eintrittskonzept finde ich super, entscheide mich für die Kür, bezahle 7 Euro und behaupte mir den Euro wieder zu holen, falls ich das Konzert nicht gut finde. Ich kenne die Bands natürlich nicht, wollte nur mal wieder meinem Hobby an-kleine-Konzerte-gehen frönen.Nach einem Bier geht’s los: Im gut gefüllten nbi (50-70 Leute) formieren sich 3 Teenager zaghaft zu etwas was nach Gymnasial-Band aussieht. Gitarre, Schlagzeug, Bass – das übliche, aber enthusiastisch und kompetent gespielt. Keine Ansagen, kein Gesang. Ich frage mich ob das die amerikanische Band ist. Zwei Dinge sprechen dagegen: Sie sind viel zu jung um durch Europa zu touren, die müssen eher morgen früh um 7.30 zu Mathe. Außerdem trinken sie Sprudel und Bio-Saft, während Amerikaner unter 21 auf einer Europa-Tournee natürlich nur Alkohol trinken würden. Also sind es die Berliner Ter Haar, die im Übrigen sehr nette Musik machen, die mich teilweise an Sea and Cake ohne Gesangspart erinnert. Hört es euch selber an, wenn es euch interessiert.
Nach kurzem Umbau kommen die Early Day Miners aus Indian, USA. Schon bevor es losgeht bin ich beeindruckt: 3 Gitarren, 1 Bass, Schlagzeug, extra Percussions und ein Keyboard – schaut ja fast wie Mogwai aus?! Nach einem poppigen Intro-Song bin ich dann erst mal ernüchtert. Aber dann geht das geschichtete Gitarreninferno los. Also doch Mogwai meets Godspeed You Black Emperor die gestern gemeinsam Cure gehört haben? Die Band hat schon 3 Alben veröffentlicht und die älteren scheinen nett, aber auch etwas langweilig. Die neue Album „Offshore“ aber ist genau nach meinem Geschmack, und das wird auch live in epischen Ausmaßen zelebriert – es rockt!
Hier zu sehen und hören
Den Euro habe ich später jedenfalls nicht mehr zurückverlangt sondern bin fatalerweise noch mit meiner Begleitung Scotch trinken gewesen.
Abgelegt unter Lebenszeitkonto, Sprachrohr für die Guten | 1 Kommentar >>
29. Januar 2007 um 00:00 von mac

Eisblume im Doppelfenster.
Abgelegt unter Kalenderblatt | 8 Kommentare >>
26. Januar 2007 um 18:38 von mac
Schon seit meiner Jugend befällt mich in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder eine sehr nervige Krankheit: Die Weltallergie. Es handelt sich hierbei um eine allergische Reaktion meiner Befindlichkeit auf die Welt. Leider auch in den letzten Tagen wieder – sehr nervig das Ganze…
Symptome:
- Nicht aus dem Bett aufstehen können
- Absolute Lustlosigkeit mit der Welt, und den auf ihr befindlichen Menschen zu kommunizieren
- Permanente Schwarzseherei und -malerei
- Alles Scheisse finden (z.B. Welt, Deutschland, Berlin, sich selbst)
Therapieformen:
- Sex
- Bewegung und Sport (danach Sauna)
- Spaziergänge
- Nette Menschen treffen
- Sich darüber im eigenen Blog lustig machen
Abgelegt unter Plagen | 3 Kommentare >>
22. Januar 2007 um 00:00 von mac

Vergnügungspark Santa Cruz, California.
Abgelegt unter Kalenderblatt | 2 Kommentare >>
21. Januar 2007 um 14:01 von mac
Geil: Der neue Wasserkocher heizt nicht mehr wie der alte bis zum Siedepunkt, sondern beherrscht ab 30°C alles in 5°C-Stufen. Mein geliebter Sencha (japanischer Grüntee) wird jetzt mit den korrekten 70°C aufgegossen und behält deshalb die ganzen gesundheitlich förderlichen Substanzen wie auch die Vitamine. Und bei meiner morgendlichen Ayurveda-Mini-Kur wird das Wasser jetzt nicht mehr Pi-mal-Daumen aus dem Wasserhahn entnommen, sondern schön auf 40°C erwärmt, und dort mittels der „keep warm“ Taste auch gehalten, bis der gesamte Liter ausgetrunken ist. Ein Stückchen Lebensqualität mehr, danke für den Tipp Dirk.
Abgelegt unter Kniffe, Lebenszeitkonto | 7 Kommentare >>
20. Januar 2007 um 19:39 von mac
Der Korsakow-Serientäter Florian Thalhofer ist durch Deutschland gereist, um die nach der WM vergessenen Deutschland-Fahnen samt der Besitzer zu portraitieren. Begleitet von Juliane Henrich und bewaffnet mit Videokamera und digitalem Notizblock, resultierte die 2562 km lange Reise in der multimedialen Arbeit Vergessene Fahnen.

In einem Logbuch (eigentlich ein Video-Blog) werden die Geschehnisse der 11 Tage dauernden Rundreise in (YouTube-)Videos und Tagebucheinträgen festgehalten. Dabei schätze ich vor allem den leicht schluffigen Erzählstil den man von Florian kennt:
… Anruf vom Deutschlandradio, ich gebe ein Interview. Danach bin ich ein wenig frustriert, weil ich so oberflächliches Zeug gesagt habe. Ich tröstete mich mit einem Fischbrötchen.
Juliane hat Fotos geschossen (z.B. auch das hier abgebildete) und natürlich gibt es auch wieder einen Korsakow-Film (Shockwave + Quicktime benötigt), dessen nicht-lineare Handlung der Benutzer beim anschauen selbst entwickelt.
Mein persönliches Flaggen-Highlight sah ich letzten Sommer in San Francisco: Sie baumelte alleine und windzerzaust an einem abgewrackten VW Polo der mir auf der Golden Gate Bridge entgegen kam.
>> Vergessene Fahnen
Abgelegt unter Digitales Strandgut, Sprachrohr für die Guten | 2 Kommentare >>
20. Januar 2007 um 16:56 von mac
Warmer, windiger Winder – Zeit, den Urlaub fürs Jahr zu planen.

Wie schon letztes Jahr, freue ich mich wieder auf einen Urlaub in der Burg. Das Chateau St. Sauveur de Cruzieres steht in Frankreich und liegt zwischen Provence, Cevennen und dem spektakulären Ardèche-Tal. Die Burg ist eines der letzten intakten Gemäuer der Templer und wurde fast 20 Jahre lang liebevoll renoviert, so dass man der Burg die 1000 Jahre nicht wirklich anmerkt. Inzwischen ist der besondere Ort auch unter Brautpaaren sehr beliebt, die gerne Ihre Hochzeit auf einer Burg erleben möchten. An 100 Tagen im Jahr wird die ganze Burg vermietet und bietet mit ihren 7 sehr üppigen Schlafgemächern genügend Platz für bis zu 14 Personen. Das Einzigartige dieses Ortes lässt sich leider nicht durch Bilder und Worte transportieren, sondern ist und bleibt ein ganz besonderes Erlebnis.

Abgelegt unter Sprachrohr für die Guten | Keine Kommentare >>
18. Januar 2007 um 19:47 von mac
Das Schreiben hier in Dataloo macht mir gerade nicht nur deshalb so viel Freude, weil es eine fortlaufende spannende Schreibübung ist, sondern auch weil es mich oft bewusster leben und erleben lässt. Meine Wahrnehmung der Umwelt verschärft sich, denn es könnten ja überall kleine Geschichten lauern. Was ist schon dabei, mittags mal ein schlechtes Restaurant zu erwischen: Früher war’s nur Ärger, heute kann ich mich daran erfreuen und beobachte genau was alles trashiges passiert – die kleine Handkamera immer im Anschlag. Das Interessante und Spannende liegt überall: In der Großstadt und auf dem Land, in Gruppen, oder wenn man ganz alleine ist. Egal ob Sekt oder Selters, finanzielle Unabhängigkeit oder Hartz IV: Immer schön Augen und Ohren offen halten und die Welt reinlassen.
Wenn ich hier mal länger nichts schreibe, dann liege ich unter einem Haufen Arbeit, will nichts passieren sehen, möchte es nicht teilen, bin faul oder lebe eben völlig unbewusst vor mich hin – Shit happens.
Abgelegt unter Lebenszeitkonto, Metablog | Keine Kommentare >>