29. Juli 2008 um 09:56 von mac
Aufwachen gegen 7 Uhr weil die Bauarbeiter sich gegenseitig anschreien und die ersten motorbetriebenen Bauwerkzeuge rattern. Bei den momentanen Nachttemperaturen oberhalb der 20°C, lass sogar ich das Fenster offen (eigentlich bin ich sehr geräuschempfänglich und daher bleibt es sonst zu). Daher trennen mich nur ca. 50 Meter Luftlinie von den Gerüsten, an einem der letzten unsanierten Häuser in der Straße.
Aber erst wenn das letzte Dachgeschoss ausgebaut, die hundertste Weinhandlung einen günstigen Imbiss verdrängt, und die Straßen nur noch mit flotten Audi TTs und SUVs beparkt sind – erst dann werden die Zugezogenen merken, dass sie auch gleich nach München hätten ziehen können.
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21. Oktober 2006 um 14:52 von mac
Als ich im Mai meinen Ford Fiasco verkaufte war mir nicht bewusst, welches Nachspiel so etwas haben kann. Einen Standard-Verkaufsvertrag habe ich mir beim ADAC runtergeladen und dann das Auto gegen 200 Euro Bargeld und die Unterschrift ausgehändigt. Der Käufer verpflichtete sich das Auto innerhalb der nächsten 3 Werktage ab- und umzumelden. Hat er aber nicht gemacht, denn inzwischen kam bereits der fünfte Strafzettel.
Auf meine wohlwollenden Nachrichten auf seiner Mailbox („…bitte melde den Wagen sofort ab, du machst dich strafbar“) hat der junge Mann nicht reagiert. Meine kurze Netzrecherche hat ergeben, dass der 24-Jährige wohl eine Schule für Lernbehinderte besucht hat. Jetzt soll seine Lernfähigkeit nicht mehr von meinen Anrufen, sondern direkt von der Polizei untersucht werden. Was mich am meisten ärgert ist, dass meine Menschenkenntnis entweder massiv versagt hat… oder ist der Typ einfach nur von der Komplexität des Lebens überfordert?
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24. Mai 2006 um 17:41 von mac
Mein maritimblauer Ford Fiasco ist seit gestern verkauft. Jetzt bin ich geschockt wie stark die emotionale Bindung zu 875kg Blech sein kann: Ich vermisse ihn schon jetzt. Treu hat er mir 4 Jahre ohne ADAC-Einsatz zur Seite gestanden und musste nur einmal abgeschleppt werden, als Freunde ihn mit Benzin anstatt mit Diesel fütterten. Er hatte nur wenig Komfort, nicht einmal einen Zigarettenanzünder (ich rauche sowieso nicht im Auto) oder eine Intervall-Schaltung für den Scheibenwischer (nur An oder Aus): Fast schon minimalistisch schön war der Wagen.
Gestern habe ich ihn für eine Unterschrift auf einem ADAC-Kaufvertrag und 200 Euronen in neue Hände gegeben. Ich hoffe er hat es gut im Speckgürtel von Berlin, wo er jetzt einen 24-jährigen Familienvater samt Frau und Kind durch die Gegend fahren wird.
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16. März 2006 um 16:42 von mac
Scheisse, wo steht denn jetzt das Auto?
Eine Frage dich ich in meinen Zwanzigern nicht kannte: Da bin ich ohne nachzudenken (unbewusste Kompetenz) einfach in die richtige Seitenstrasse gelaufen und haben den Ford Fiasco aufgeschlossen. Inzwischen suche ich öfters erfolglos erst mal 10 Minuten nach dem Auto (bewusste Inkompetenz). Ich rede mir aber gerne ein, dass es an meinen wenigen Autobewegungen liegt (grade im Winter) – wäre ‘ne Möglichkeit…
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