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Berliner Fast-Food-Trends

6. November 2007 um 00:03 von

Dönerbuden waren irgendwie sowieso schon immer da. Vor 5 Jahren schossen dann überall Sushi-Läden aus dem Berliner Boden. Die letzten Jahre hat der Pizza/Focaccia-Hype (natürlich nur mit „hausgemachtem Teig“ und „by-the-slice“) den gesamten Prenzlauer Berg durchsetzt. Man kann kaum noch 100 Meter laufen ohne auf ein Ladenlokal mit Steinofen zu treffen. Momentan eröffnen überall Hamburger-Bruzzler nach US-Vorbild: Diner-Look, viel Fleisch (klar, auch Bio), große Softbrötchen und rote Plastikketchupflaschen am Tresen. Gerne wird auch mit lokalen Bezügen gespielt: Marienburger in der Marienburger Strasse oder Kreuzburger in Kreuzberg.

Was kommt als nächstes?
Für alle Wannabe-Imbissbesitzer verrät Dataloo die nächsten Berliner Fast-Food-Hypes:

    1. Burrito
    Die TexMex-Küche der 80er und 90er Jahre kommt als Fastfood-Variante zurück.
    2. Bio-Whatever
    Alles wird als Bio-Edition angeboten: Bio-Döner, Bio-Pommes, Bio-Currywurst…
    3. Edel-Sandwiches
    Also nicht der Trash der Bäckereien, sondern frisch, knackig und gesund.

Und erzählt mir in 3 Jahren nicht, ihr hättet von nichts gewusst!

Essen, jetzt!

31. Juli 2007 um 20:10 von

Heute bin ich psychisch angeschlagen. Und da reicht es auch nicht, dass mein Blick auf die Welt2007 sowieso schon melancholisch verdunkelt ist – nein, da muss ich dann auch noch im Tassili beim Bezahlen in ein trauriges Gesicht sehen. Ich habe doch nur den extrem leckeren Schawarma ausdrücklich und in höchsten Tönen gelobt, und da meint der Besitzer resigniert „Das reicht leider nicht…“. Er sagt, er hält das noch maximal 2 Monate durch: Einfach zu wenig Gäste, und das obwohl er nur hochwertige und frische Zutaten benutzt. Ich war da jetzt 4 Mal Essen und Falafel, Schawarma, Couscous und Oliventagine waren jeweils außerordentlich gut, also wirklich weit oberhalb der Norm. Besonders fallen die raffinierten Soßen und das Couscous auf. Mittelmäßigen Fressläden dürfen gerne wieder verschwinden, die guten und engagierten müssen bleiben! Wer hier im Kietz wohnt, sollte da unbedingt mal hingehen und bitte auch weitersagen.

Tassili – Arabische Spezialitäten (Imbiss und Restaurant)
Danziger Strasse 36, 10435 Berlin

Mundwinkel drehen von unten nach oben

13. März 2007 um 13:19 von

Dieses Jahr schon 10 Tage früher als im letzten Jahr: In Berlin trägt man die Mundwinkel wieder nach oben – der Frühling ist da.
Und die bei der konzentrierten Arbeit wirklich extrem störenden Straßenmusikanten sind auch schon wieder auf ihren Wir-nerven-Mac-Touren.

Trashiger Mittagstisch

5. Januar 2007 um 16:40 von

Ich war grade auswärts zum Mittagstisch und da gab es eine Lektion was man alles falsch machen kann, wenn man neu in der Gastro-Branche startet:

  • Gäste sofort mit „Do you speak English“ anreden, da man kein Deutsch kann (besonders in Ostberlin sehr effektiv!).
  • Ständig husten, Nase hochziehen und nebenher Kette rauchen.
  • Ein Trinkglas bis zur Hälfte(!) mit Absolut Vodka füllen und damit hinter einem halbdurchsichtigen Vorhang verschwinden.
  • Essen (Dim Sum) mittlerer Qualität überteuert anbieten (bei dem extrem hohen Preis/Leistungs-Verhältnis der restlichen Gastronomie im Prenzlberg).
  • Behaupten das Dim Sum wäre „totales fun food“.
  • Sich mit dem vorbeikommenden Freund vor den Gästen auf Englisch streiten.
  • Beim Bezahlen das Wechselgeld aus einem Versteck(?) in einer Teedose ziehen.

Das war mein erster und letzter Besuch in diesem neuen Laden. Trotzdem war die Frau wirklich nett, so dass ich hier den Namen des Restaurants nicht nennen werde. Nächstes mal geht’s wieder zum Happy-Hour-Sushi-Mann nebenan.

Ostberlin wünscht dir eine gute Heimfahrt

18. Dezember 2006 um 02:02 von

Wildes Plakatieren, heute gleich mehrfach in den Straßen des Prenzlauer Bergs entdeckt.

Ostberlin wünscht dir eine gute Heimfahrt

Ein wirklich sehr charmanter Gag, der ja eigentlich nur von Süddeutschen selbst stammen kann: Ostberlin (die Stadt des Friedens) wünscht allen aus dem Süden zugezogenen (exemplarisch sind Erlangen, Koblenz und Sindelfingen genannt) eine gute Heimfahrt zu Weihnachten 2006.

Schon lange heißt es ja von den Baden-Württembergern sie wären, nach den Türken in Kreuzberg, die zweitgrößte kulturelle Minderheit in Berlin. Im Prenzlauer Berg natürlich ohne Zweifel die absolute Mehrheit, weit vor echten Berlinern. Und genau das wird der Grund sein, wenn zwischen Heilig Abend und Silvester die Straßen und Wohnungen des Prenzlberges mal wieder wie ausgestorben wirken werden.

Umme Ecke

27. April 2006 um 16:22 von

Um die Ecke (so bezeichnet man in Berlin alles im Umkreis von 5 km) hat ein neuer Laden mit vielen Schweizer Kreuzen und dem Namen “Znüni” aufgemacht. Drinnen sieht alles aus wie eine altbackene Berliner Backstube mit dem üblichen kargen Abgebot (im Vergleich zu Süddeutschen Bäckereien), und deshalb frage ich die Verkäufern “Was ist denn hier jetzt das Schweizerische?” – und sie versteht mich nicht. Irgendwann meint sie das würde irgendwann noch kommen… aha! Beim Verlassen sehe ich zwei Grauhaarschlurche im Seniorenalter die sich in einen Porsche Boxter zwängen mit dem sie offensichtlich ihre Berufsjugentlichkeit beweisen wollen. Und ich kann euch leider keine Fotos dazu zeigen, da meine neue Kamera schon wieder im Eimer ist.

Street Betteling

18. April 2006 um 13:19 von

Ich bin wieder aus meinem 2-Wochen-Offline-Exil zurück.
Es war schön. Aber hier kein Rückblick, sondern das Leben in der Gegenwart.

Hier wurde ja schon mehrfach (1, 2, 3) über den beginnenden Frühling geschrieben, aber Leute - ich sage euch, heute habe ich den ultimativen Hinweis auf den Frühling entdeckt: Die unglaublich mittelmäßigen und Bettel-aggresiven Strassenmusiker spielen sich mit ihren Standardsongs schon jetzt bei mir in Ungnade. Vereinzelt wäre das ja zu tolerieren, aber beim Arbeiten am offenen Fenster muss ich das bei der lokalen Kneipendichte in Heavy Rotation ertragen. Argh! Es gibt doch auch gute Strassenmusik.

Berlin erwacht aus dem Winterschlaf

23. März 2006 um 17:33 von

14 Uhr rund um den Helmholtzplatz: Die Cafe-Tische auf der Strasse sind belegt von amerikanischen Dauer-Touristen die rauchend über ihrer Berlin-Erlebnisse diskutieren. Zwischendrin Prenzlberg-Hipster mit dunklen Sonnenbrillen und auch die ersten Strassenmusiker die sich von Cafe zu Restaurant schlängeln. Nach den zurückliegenden dunklen Monaten trägt man die Mundwinkel wieder nach oben.


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