Is real – Gesprengte Desserts in Israel

Das bezaubernde Künstlerpaar (Danke für den Kontakt, Marion!) erzählt uns beim israelischen Frühstück in ihrer Wohnung von den Anfängen ihrer Malerei. Damals bestellten sie teure und aufwändige Desserts um diese dann auf großer Leinwand in Öl zu malen. Eine Auftragsarbeit für ein Cafe in Tel Aviv. Als die Bilder fast fertig gemalt sind, wird das Cafe bei einem Bombenanschlag zerstört. Kein Kunde mehr, kein Geld. Glücklicherweise findet sich ein paar Wochen später ein anderes Cafe, das die Bilder aufhängt.

Is real – Kurzgeschichten aus Israel

Ich komme gerade zurück von 10 Tagen Israel. Und bevor sich die intensiven bis skurrilen Erlebnisse wieder der Luft des Alltags auflösen, werde ich sie hier in kleine Kurzgeschichten verpacken.

Der Beginn der Reise stand schon mal unter dem Stern des Schlurchens: Zuerst habe ich bei der Abreise den Geldbeutel samt Kreditkarten vergessen (ist mir 10 Minuten vom Haus entfernt eingefallen und konnte so korrigiert werden). Dann bin ich gut gelaunt in die falsche S-Bahn eingestiegen (ich wohne ja erst 10 Jahre in Berlin, da passiert so was schon mal). Am Berliner Flughafen fiel mir auf, dass ich den nagelneuen Lonely Planet Reiseführer für Israel zu Hause auf der Heizung habe liegen lassen. Und kurz vor der Landung in Tel Aviv wird mir außerdem klar, dass mein Führerschein noch im anderen Geldbeutel liegt, und ich somit den reservierten Mietwagen nicht fahren darf. Ein schlechter Start für eine tolle Reise. Bald mehr auf diesem Kanal…

Moderne Nomaden

Bemerkenswert was da an neuen Berufsbildern vorgelebt wird: Zwei meiner Bekannten haben das Reisen jetzt endgültig mit ihrer Arbeit fusioniert. Während Jörg Pfeiffer mit seinem hellblauen Bus gerade im Auftrag des Herren Spiegels in Belgien zwischen Frittenbuden und Karottenmuseum unterwegs ist, fährt Florian Thalhofer mit einem Motorrad (im Auftrag des Herren Goethe-Instituts) quer durch die USA und sucht den typischen Amerikaner.

Beide Projekte sind sich ja durchaus nicht unähnlich, und da sich Jörg und Florian noch nicht persönlich kennen, werde ich sie wohl mal zusammenbringen müssen. Und warum sitze ich eigentlich den ganzen Tag am Computer? Hey Dirk, lass uns Dataloo-on-da-road starten – Sponsoren dürfen sich gerne jetzt sofort melden.

Reisebekanntschaften

Wenn man mit Flugzeug, Bus und Bahn unterwegs ist, dann begegnen einem die unterschiedlichsten Zeitgenossen.

Gestern bei Easyjet ganz hinten den Fensterplatz belegt und mich gefreut, dass rechts neben mir nur noch eine junge Schweizerin auf dem Gangplatz sitzt. Kurz vor Abflug kommt ein hoch-kommunikativer Mann (Mitte 40) den Gang entlang, und kündigt lautstark an wie viel Glück wir doch hätten, denn er würde sich zwischen uns setzen. Ich ziehe mich unter meine Koss-Kopfhörer zu Bloc Party zurück (laut!). Da kommt der Ellenbogen und er fragt mich ob ich auch gute Musik hören würde – Aber ja doch! Ab jetzt zeigt der Mensch sich als hyperaktiver Pausenclown: Er bestellt lautstark Kaffee, Wasser, Weißwein und irgendwelche Snacks während er die Schweizerin in wirre Diskussionen über (Schweizer) Dialekt, Astrologische Beratung und Homöopathie verwickelt. Als ich nach einem Powernapp aufwache ist mein Tablett ausgeklappt und mehrere randvoll gefüllte Becher vom Pausenclown stehen drauf. Nachdem er von der Toilette zurückkommt, komme ich nicht mal dazu nachzufragen was das soll: „Ich habe den Kaffee nicht vertragen, Verdauungsprobleme!“ schleudert er mir zuviel Information entgegen. Eine umständliche Hinsetz-Aktion mit zahlreichen Taschen, Bechern, Magazinen und sonstigem Kram folgt. Hey ich bin müde und will einfach nur meine Ruhe!

Nachdem ich den Pausenclown stoisch ertragen habe und das Gepäck vom Band gefischt ist, schlendere ich zur S-Bahn um mein Schicksal der BVG anzuvertrauen. Auf dem Weg spricht mich jemand mit „Are you from Berlin?“ an, und es zeigt sich, dass wir beiden den Alexanderplatz als gemeinsames Ziel haben. Edward kommt aus Neuseeland, ist Schlagzeuger einer Band mit der er gerade in Europa spielt und ein angenehmer Gesprächspartner mit gutem Musikgeschmack. Man unterhält sich über das Leben in unterschiedlichen Städten (London, Sydney, Berlin, Paris), über Musik (Die CD mit seiner Musik muss ich mir dann auch mal anhören) und Konzerte und überbrückt so die fast 2 Stunden Fahrzeit mit 3-maligem Umsteigen (Danke BVG!). Wenn die Gefährtin nicht zu Hause gewartet hätte, dann wäre ich eventuell noch mit Ihm und weiteren 5 WeltenbummlerInnen (die Ihn am Alexanderplatz erwarteten) ein „local beer“ (kein Becks!) trinken gegangen. So fand die lange Reise (Elektroauto, Auto, Flugzeug, S-Bahn, U-Bahn) dann aber mit der Süßen im heimeligen Wohnzimmer ein angenehmes Ende.

Wirklich anders leben

Neulich auf der Barbeque-Party die beiden Amerikaner: Keine 25 Jahre alt, aber gerade zurück von 2 Jahren Weltenbummeln in Asien, Südamerika und was weiß ich wo… Sie leben jetzt grade mal in San Francisco, vermutlich um sich neu zu sortieren und die nächsten Reisen zu planen.

Worldtrip.tv – On the road Video-Blogging

Bereits seit dem 12.09.05 ist unser Freund Jörg Pfeiffer (mit 3F) als Campingbus-fahrender Mobil-Blogger unterwegs und berichtet mittels Videoreportagen, Audio-Fotostrecken und Digitalfotos von Geschichten am Wegesrand seines Welttrips.

worldtrip.tv ist ein Video Blog (V-BLog),und ordnet seine multimediale Reiseberichterstattung nicht nur textlich einer Region zu, sondern lokalisiert sie via GPS exakt in der Google-Weltkarte – Es geht hier aber vordergründig nicht um Nerd-Tech und Geek-Tools, sondern darum „on-the-road“ zu sein: Abenteuerlust, Spontaneität und Freiheit!

Worldtrip.tv - Mobiles Video Blogging
Das live Roadmovie gibt es im Reiseressort von Spiegel.de und natürlich direkt auf worldtrip.tv.
Ach ja: Jeder kann seine Vorschläge für potentielle Reisegeschichten hinterlassen und möglicherweise schon ein paar Tage später eine Reportage von Jörg vorfinden!