Blog about the weather

Gestern wurde deutlich, dass der Einfallswinkel der Sonne endlich mal Richtung Sommer tendiert: Die Sonne schaffte es zum ersten Mal seit wir hier wohnen über das Dach des gegenüberliegenden Hauses. Goldenes Licht durchstrahlte die Wohnung bei Sonnenuntergang.

Heute dann wieder „Early Grey“ mit Regen und Berliner Rau- und Grauheit.

Wetterfrosch

Ich weiß ja nicht genau woher der Spruch stammt,
aber er passt heute für Berlin:
Wenn dir das Wetter hier nicht passt, komm in 10 Minuten wieder!
(If you don’t like the weather, come back in 10 minutes)

Flip-Flops in der Stadt

In den letzten 30 Jahren von mir schändlich verachtet: Flip-Flops Tragen. Um dann doch noch 1 Stunde am Tag vom Monitor wegzukommen, bin ich grade mit Flip-Flops zum Teehändler gefloppt um mir neuen Matetee fürs Fasten zu besorgen.
Flip-Flops in der Stadt
Beim flipp-floppen bemerkt, dass es sich auch trotz Hundescheiße, Straßenschäden und Zigarettenkippen voll lässig und urlaubsmäßig anfühlt.
Notiz an mich selbst: Wenn Temperatur über 25°C unbedingt flippen und floppen.

Noch nicht weg, aber nicht mehr hier

San Francisco bei Nacht
Ein nerviges, komisches aber schwer zu verdrängendes Gefühl hat mich in den Klauen: Ich bin noch immer in San Francisco, aber irgendwie nicht mehr hier. Als ich heute am Union Square war dachte ich „Das letzte mal Downtown…“, wenn das morgen mit dem Surfen klappt, dann ist es der finale Wellenritt (zumindest 2006). Jetzt in einer Woche sitze ich bereits im Flugzeug nach Berlin. Die ganzen Wochen hier waren so locker und leicht, jetzt drängt die Zeit. Freunde fragen mich was ich noch alles machen will in den letzten Tagen, der Nebel ärgert mich, weil ich dann nicht Fahrrad fahren will. Ein ähnliches Gefühl hatte ich in Berlin in den Tagen vor dem Abflug, jetzt habe ich es hier. Aber ich freue mich auch wieder auf den Summer in Berlin (ohne Nebel).

Solidarität mit dem schwitzenden Europa

Irgendwo beim Lake Mendocino
Um mich gegenüber Europa und der dort herrschenden Hitzewelle solidarisch zu zeigen, habe ich das wohltemperierte San Francisco (natürliche Klimaanlage durch die Lage am Pazifik) verlassen. Ich war also über das Wochenende mit Freunden am nördlich gelegenen Lake Mendocino. Dort herrschten am Samstag 113° Farnheit, also exakt 45° Celsius. Da hat auch die Air-Condition im Auto versagt und der See war nicht mehr erfrischend, sondern ein heißes Jacuzzi. Aber viel Spaß hatten wir trotzdem!

Der kälteste Winter

Es muss sein: Ein Beitrag übers Wetter. Ich beneide Deutschland um die Hitzewelle, denn hier herrscht grade der „gloomy June“ mit seinen Winden, Nebel und lächerlichen 15 Grad. Auch wenn die Stadtbewohner konsequent in kurzen Hosen und Flip-Flops durch die Straßen schlendern – Ich friere! Und an dieser Stelle muss ich das von allen Reiseführern überstrapazierte Zitat von Mark Twain anführen, das mich gerade besonders hart trifft: „Der kälteste Winter den ich erlebte war ein Sommer in San Francisco“